Wichtige PSA-Normen für Arbeitshandschuhe und Sicherheitsschuhe

Arbeitshandschuhe

  • EN 420 – Allgemeine Anforderungen an Schutzhandschuhe
    (Passform, Material, Fingerfertigkeit, pH-Wert, Kennzeichnung)

  • EN 388 – Schutzhandschuhe gegen mechanische Risiken
    (Abrieb-, Schnitt-, Weiterreiß- und Durchstichschutz)

  • EN 407 – Schutzhandschuhe gegen thermische Risiken
    (Hitze und Feuer)

  • EN 511 – Schutzhandschuhe gegen Kälte
    (Kälteschutz bei Kontakt mit kalten Oberflächen und Kältebrücken)

  • EN 374 – Schutzhandschuhe gegen Chemikalien und Mikroorganismen

  • EN 1082-1 – Schutzhandschuhe gegen Hitze (für Schweißerhandschuhe)

Sicherheitsschuhe / Schutzschuhe

  • EN ISO 20345 – Sicherheits- und Schutzschuhe
    (Grundanforderungen wie Zehenschutz, Rutschhemmung, Stoßdämpfung)

  • EN ISO 20346 – Schutzschuhe mit geringeren Anforderungen (z. B. Zehenschutz 200 Joule statt 100 Joule)

  • EN ISO 20347 – Berufsschuhe ohne Zehenschutz (für z. B. Lagerarbeiter)

  • EN 12568 – Anforderungen an Zehenschutzkappen

EN 388 – Schutzhandschuhe gegen mechanische Risiken

Die EN 388 ist die zentrale Norm für Arbeitshandschuhe, die vor mechanischen Gefahren schützen. Sie bewertet Handschuhe anhand von vier Hauptkriterien, die durch Zahlen auf dem Handschuh angegeben werden. Diese Zahlen stehen für die Leistungsstufen in den jeweiligen Schutzbereichen:

KennzahlBedeutungBeschreibung
Abriebfestigkeit (1–4)Wie widerstandsfähig der Handschuh gegen Abrieb istTest durch Reiben mit Schleifpapier; 1 = gering, 4 = sehr hoch
Schnittfestigkeit (1–5 oder A-F)Schutz gegen schnittbedingte VerletzungenGemessen mit der Coup-Test-Methode; 1 = gering, 5/F = sehr hoch
Weiterreißfestigkeit (1–4)Widerstand gegen EinreißenTest, wie viel Kraft benötigt wird, um den Handschuh einzureißen
Durchstichfestigkeit (1–4)Schutz vor Eindringen spitzer GegenständeTest mit genormter Nadel, die durch das Material dringt

Beispiel Kennzeichnung auf einem Handschuh:

4 5 4 3 X

  • Abriebfestigkeit: 4 (sehr gut)

  • Schnittfestigkeit: 5 (exzellent)

  • Weiterreißfestigkeit: 4 (sehr gut)

  • Durchstichfestigkeit: 3 (gut)

Wichtig:

Seit 2016 wird bei der Schnittfestigkeit neben der klassischen Coup-Test-Methode auch der modernere TDM-Test angewendet, der die Leistung präziser misst und mit Buchstaben von A (niedrig) bis F (hoch) bewertet.